panik hilfe
Angst,  Angststörung

Denke daran und deine Panikattacke wird gehen

Hat sie jetzt etwa ein Wundermittel erfunden, dass Panikattacken sofort heilt? Nein.

Aber seit längerem wende ich eine Technik an, die mir hilft, das ganze nicht so hochkochen zu lassen.

Oft zeigen sich die Panikattacken ja im Rahmen von Angststörungen. Das heißt, du bist in einer Sache vermutlich schon ein richtiger Experte: Dem Bewerten und zerdenken von allem was geschah und geschehen wird.

In diesem Artikel soll es darum gehen, was davon relevant ist. Welche Gedanken und Muster solltest du schleunigst auflösen, um deine Panik kleinzuhalten und aufzulösen?

Was kannst du tun, damit die Panikattacke aufhört?

Panikattacken hilfe und tipps

Wenn du aufhörst die Panik zu bewerten, geht sie (Spoiler)

Nehmen wir den Prozess mal auseinander. Wie äußert sich eine Panikattacke für gewöhnlich? Da schießt irgendwas von irgendwo her in deinen Kopf und sagt, komm wir fühlen uns mal eben so richtig Scheiße.

Vielleicht weißt du nicht warum es passiert, vielleicht wird es dir erst sehr viel später klar.

In diesem Moment aber zählt nur eins, dir geht es schlecht, das Herz rast und was wird nur als Nächstes passieren?

Werde ich umfallen? Kriege ich einen Infarkt? Muss ich aufs Klo? Warum kribbeln meine Beine? Verdammt nochmal, warum ich?

Und sofort spinnst du dir weiter aus, was das für Konsequenzen hätte. Ich habe zum Beispiel oft gedacht, was wird nur aus meinen Hunden? Sie sind allein zu Hause, niemand weiß, wo ich bin und was wenn ich ins Krankenhaus muss (ist bestimmt ein Magengeschwür oder Hirntumor..)?

Die Fäuste ballen sich zusammen, die Muskulatur spannt sich an. Würde mir jetzt jemand in den Magen schlagen, dann hätte ich Bauchmuskeln wie Schwarzenegger.

Ahnt man etwas? Was sagen sie denn, wenn ich jetzt einfach hier hinkotze? Schwitze ich doll?

Immer passiert mir das, was habe ich nur falsch gemacht? Wo bin ich falsch abgebogen?

Vergangenheit und Zukunft

Du siehst vielleicht, dass zwei Zeitformen bei einer Panikattacke sehr präsent sind. Vergangenheit und Zukunft. Hast du dich aber jemals gefragt, was gerade jetzt passiert? Was wirklich los ist?

Und was würde denn passieren, wenn du dir im Geiste einmal sagen würdest: S.T.O.P.P.!?

Was würde passieren, wenn du aufhörst, dir Gedanken um alles zu machen, was passieren könnte oder was schon passiert ist? Was wäre mit dir, wenn du die Panikattacke einfach da sein lässt, ohne sie zu bewerten?

Was passiert, wenn du einfach in der Gegenwart bleibst, so unangenehm sie jetzt gerade auch sein mag?

panikattacken loswerden

Legst du den Fokus auf das Jetzt, konzentrierst dich auf deine jetzigen Gefühle, dann schwächst du die Panik.

Denn erst die Bewertung durch deine Gedanken lässt sie so mächtig werden. Deine Panik-Gedanken geben dem Gehirn immer wieder das Signal weiterzufeuern.

Der Körper bauscht sich auf, denn er kriegt doch die Information von dir, dass es absolut notwendig ist.

Es ist paradox – du allein erhältst die Panik aufrecht, die du loswerden willst

Damals gab ich mir die allergrößte Mühe gegen die Panik in mir vorzugehen. Ich war wütend, schrie innerlich, weinte manchmal und verfluchte sie oft. Das alles half nichts.

Erst als ich begann zu verstehen, dass ich kurz auf Pause drücken muss, da war die Panik mal beeindruckt. Da hielt sie inne und überlegte kurz was jetzt los ist.

Heute trete ich mit ihr in den Dialog. Gestern hat sie mir zum Beispiel signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Einfach, in dem sie ein unangenehmes Kribbeln in meinem Kopf verursachte.

Nach dem ersten Flucht-Impuls (der ist wirklich hartnäckig), sagte ich stopp! Ich hörte auf zu laufen, ging in den Körper und vor allem in den Kopf und fragte, was da los ist.

Ich spürte rein in dieses Kribbeln und ließ es am Ende einfach ein Kribbeln sein. Ohne Bewertung.

Ich trank etwas, lief ein paar Schritte und bemerkte, dass das Kribbeln weniger wurde. Ich habe ihm den Nährboden entzogen.

Denn es ist wirklich so, deine Gedanken, deine Bewertung des körperlichen Symptoms, halten es aufrecht.

Lernst du jetzt, wie du diesen Kreislauf durchbrichst und wiederholst das immer und immer wieder, dann werden die Panikattacken weniger. Wenn sie doch kommen, bauschen sie sich nicht so auf.

Du hältst das Zepter in der Hand.

Es mag sein, dass es Anfangs etwas länger dauert, bis die Symptome abklingen. Deshalb ist es wichtig dich immer wieder in den gegenwärtigen Moment zu holen und den Autopiloten deiner Gedanken in Zaum zu halten.

Hab keine Panik vor der Panik

Ich weiß, du willst alles, außer vielleicht auch noch genau in das Gefühl reinzugehen, das dich so fertig macht. Aber es ist doch letztlich dein Körper, gegen den du dich da wehrst.

ängste und panik überwinden

Nimmst du ihn so, wie er jetzt nun mal ist, wird er sich gewiss bedanken. Lernen kann man das ganz gut, in dem man regelmäßig Bodyscans macht.

Hier wirst du wieder vertrauter mit deinem Körper, kannst ihn ganz entspannt nochmal neu kennenlernen.

Du wirst bemerken, dass alles in Ordnung ist mit dir. Das die Panik dir nichts anhaben kann, um so mehr du wieder in das Vertrauen kommst. Vertrauen in dich, deine Kraft und in deinen Körper.

Ich sende dir liebe Grüße und eine Tonne Hoffnung,

Janin

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Andre hat seine 6 Jahre lang anhaltende Angststörung* bereits hinter sich gelassen und teilt sein wertvolles Wissen nun mit uns 🙂


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