Mit Kritik umgehen
Angst

Der beste Rat kommt von dir – Wie du deinen inneren Kritiker in Zaum hältst

Wir selbst sind oft unsere größten Kritiker. Diese Selbstkritik hält uns allerdings nur allzu gern davon ab, die Dinge so anzupacken, wie wir es eigentlich könnten.

Schnell beginnt die Gedankenspirale sich zu drehen und bewirft uns mit Sätzen wie: Ich kann das nicht. Bin ich blöd. Andere können das viel besser. Ich werde es nie schaffen. Etc.

Als ich noch zur Schule ging und die Angststörung sich langsam in mein Leben schlich, da hatte ich eine Schulfreundin, die später ebenfalls daran erkrankte.

Nach einem Jahr, gestaltete sie ihr Leben wieder so wie vor der Krankheit, während ich zu Hause saß, die Wohnung nicht mehr verlassen konnte und Gott und die Welt verfluchte, weil ich nichts auf die Reihe bekam.

selbstkritisch

Wie war das nur möglich? Was stimmte mit mir nicht?

Ich war so neidisch auf sie und dachte, dass ich es nie schaffen würde, dass ich nicht ganz richtig im Kopf bin.

Ich wusste ja damals nicht, dass es unterschiedliche Formen der Störung gibt und dachte nur, ich sei einfach zu doof um das hinzubekommen.

Was hätte ich einem Selbstkritiker geraten, der in meiner Situation ist?

Um zur Überschrift zurückzukommen, der beste Rat kommt von dir.

Genau dann, wenn du die Rollen vertauschst. Was hätte ich jemandem geraten, der in meiner Situation ist?

Hätte ich demjenigen gesagt, dass er ein bisschen blöd ist? Das mit ihm etwas nicht stimmt? Gewiss nicht. Denn so etwas sagen wir nicht zu Freunden. Nur zu uns selbst. Und das ist doch nun wirklich völlig verrückt.

(Selbst)Kritik und Zweifel sind natürlich trotzdem Begleiter die wir benötigen, damit wir die Dinge auch mal hinterfragen, die wir tun. Viel zu oft aber verrennen wir uns darin und machen uns schlecht.

Wenn wir nun die Rollen vertauschen und uns mit demselben Respekt behandeln, wie wir es mit anderen tun, was passiert dann?

Der selbstkritische Part bekommt eine neue Perspektive

Wir werden die Situation ganz anders betrachten. Uns anders betrachten. Und uns dann mit der Wertschätzung gegenüber treten, die wir auch verdient haben. *

Wir sprechen uns tröstende Worte zu, geben uns auch mal einen dezenten Arschtritt damit wir wieder in die Spur kommen. Du kannst hier nicht aufgeben, sagst du zu dir selbst. Schau wie weit du schon gekommen bist.

Jeder fällt mal hin, aber das ist normal. Wichtig ist jetzt, wieder aufzustehen. Die Kraft aufzubringen weiter zu machen. Denn du kannst das!

So ein Gespräch würden wir mit Freunden führen. Deshalb kommt der beste Rat von dir. Du kannst dich mit lieben Worten genauso aufbauen, wie deine Freunde.

Verändere die Perspektive. Deinen Blickwinkel. Du bist super.

Erkenne das 🙂

Fehler machen wir alle

Denselben Rollentausch könntest du dir auch zwischen Schüler und Lehrer, Mutter und Kind vorstellen.

In gesunden Beziehungen zueinander, behandelt dich dein Gegenüber mit Liebe, Wertschätzung und Respekt. Es gibt dir einen weisen Rat. So weise, wie es die Person hinbekommt.

Nie würde sie dir sagen, dass es ja so kommen musste. Dass du Unglück anziehst, das du eben einfach so bist und dich nie ändern wirst.

Wenn jemand so etwas zu dir sagt, kann ich dir, bei aller Bescheidenheit, nur raten das Weite zu suchen und Abstand zu gewinnen. Denn du bist großartig. Fehler machen wir doch alle.

Es bleibt immer nur die Frage, wie wir jetzt damit umgehen. Was würde dein Lehrer, deine Mutter, dein Vater oder dein bester Freund dir sagen?

Denke immer daran und du wirst deine Sicht auf die Dinge und natürlich dich selbst verändern können.

Nur du allein kannst dich neu betrachten und die Gedankenspirale aus Missmut, Abwertung, perfektionistischer Selbstkritik* und ständigen Zweifeln hinter dir lassen.

Ich sende dir liebe Grüße und eine Tonne Zufriedenheit mit dir selbst,

Janin


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